| Wien zwischen Kanalisation, Hofburg, Oper und Prater – die
Stadt hat in der Filmgeschichte viele Rollen übernommen. Mal dient sie als
Bühne für Agenten und romantische Begegnungen, mal als Schauplatz für die Suche
nach Gerechtigkeit. Und manchmal ist sie schlicht das charmante Double für
andere Städte. Doch eines ist sicher: Wenn Wien im Kino vorkommt, dürfen
Stephansdom und Riesenrad nicht fehlen – sei es in Der dritte Mann oder
in James Bond 007: Der Hauch des Todes.
Gerade actionreiche Verfolgungsjagden – etwa in Scorpio
– bieten ideale Möglichkeiten, die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt zu zeigen,
auch wenn die filmische Geografie dabei durchaus kreative Freiheiten genießt.
Oft ist es die historische Bausubstanz, die internationale
Produktionen anzieht: Sie erfüllt die Erwartungen eines weltweiten Publikums an
ein „klassisches“ Wien. Ein besonderer Hotspot ist dabei die malerische
Mölkerbastei.
Doch wenn wir über Wien als Filmstadt sprechen, dürfen wir
die vielen österreichischen Filmschaffenden nicht vergessen, die von hier aus
ihren Weg nach Hollywood fanden – manche freiwillig, andere durch den
Nationalsozialismus ins Exil gezwungen. Ihre Geschichten bilden ein weiteres
faszinierendes Kapitel dieser filmischen Zeitreise. |