Seidenraupen, Findelkinder und Studenten - Vom Alten AKH zum Universitätscampus

Universitätsbetrieb in einem ehemaligen Krankenhaus? Seit dem Bau des Neuen Allgemeinen Krankenhauses und der Übergabe des historischen Areals an die Universität Wien im Jahr 1988 ist genau das Realität geworden. Im Rahmen dieser spannenden Führung verfolgen wir die außergewöhnliche Geschichte dieses einzigartigen Ortes bis zu seinen frühesten Anfängen zurück. Denn lange bevor hier Kranke behandelt und Studierende ausgebildet wurden, züchtete man vor den Toren der Stadt Seidenraupen.

Im Jahr 1695 stiftete Kaiser Leopold I. an diesem Ort ein Großarmen- und Invalidenhaus. Rund ein Jahrhundert später ließ sein Enkel Joseph II. die Anlage „zum Wohle und zum Trost“ der Kranken zu einem Allgemeinen Krankenhaus umgestalten und durch das Garnisonsspital für Kriegsinvaliden sowie die militär-chirurgische Akademie, das Josephinum, erweitern.

Eine Gebärklinik ermöglichte anonyme Entbindungen, im berühmten Narrenturm – einer architektonischen Kuriosität – wurden psychisch Kranke versorgt. Damit entwickelte sich das Allgemeine Krankenhaus zu einem der größten und fortschrittlichsten medizinischen Zentren seiner Zeit. Zugleich wurde hier der Grundstein für Wiens bis heute führende Stellung in der medizinischen Ausbildung und Forschung gelegt.

Treffpunkt 9., Alserstraße 4, Haupteingang Unicampus
Termin(e) Für diese Führung gibt es im Moment keine öffentlichen Termine, sie kann aber gerne für eine geschlossene Gruppe gebucht werden.
Achtung
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