| Fast 170 Jahre sind vergangen, seit Kaiser Franz Joseph am
20. Dezember 1857 die Schleifung der alten Stadtmauern anordnete, um die
„Verschönerung Meiner Residenz- und Reichshauptstadt“ in die Wege zu leiten.
Damit gab er den Startschuss für eines der ambitioniertesten
Stadtentwicklungsprojekte Europas – ein urbanes Gesamtkunstwerk, das einer
ganzen Epoche ihren Namen verleihen sollte: der Wiener Ringstraße.
Nach dem Vorbild des Pariser Champs-Élysées angelegt und
heute als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet, wurde sie zur Bühne imperialer
Selbstdarstellung. Jeder Bau sollte ein Denkmal seines Auftraggebers sein –
Monumentalität und Repräsentation bestimmten das Erscheinungsbild. In rasanter
Geschwindigkeit entstanden weltberühmte Prachtbauten wie die Staatsoper und das
Burgtheater, das Parlament und das Rathaus, das Kunsthistorische und das
Naturhistorische Museum, die Universität und die Börse. Dazwischen erhoben sich
die prunkvollen Wohnpalais des wohlhabenden Großbürgertums.
Auf dieser Führung lassen wir die Ringstraße lebendig
werden. Wir erzählen von den Menschen, die sie geplant, gebaut und bewohnt
haben – von jenen, die hier Triumphe feierten, und jenen, die Rückschläge
erlitten. Entdecken Sie mit uns Wiens prächtigste Flaniermeile und die
Geschichten, die sich hinter ihren Fassaden verbergen. |